Über das Weinen

Über das Weinen und so – das musst Du wissen!

In der Gesellschaft ist es total verpöhnt . Kleine Jungs werden schon seit jeher ermahnt, wenn sie es tun. “Ein Indianer kennt kein Schmerz!” heißt es dann!
Und mittlerweile hat es sich irgendwie immer mehr durchgesetzt, dass auch die Mädchen und erst recht nicht die erwachsenen Frauen nicht weinen sollen…
“Das gehört sich nicht. Du musst stark sein!”…

BULLSHIT!

WIESO EIGENTLICH?!

Also klar.. ich muss Herr (oder Frau) meiner Gefühle sein können, um in einem unpassenden Moment meine Emotionsausbrüche auch beiseite schieben zu können.
Im Vorstandsmeeting passt es halt wirklich nicht. Okay.. Versteh ich.

Aber ganz ehrlich…?! Im Alltag!?
Wenn ich nen Film schau, den ich unfassbar schön oder traurig finde.. Dann kullern auch die Tränchen.. Egal ob zu Hause oder im Kino!

Doch früher… ja früher hab ich mich dafür geschämt! Hab sie gleich weggewischt. Und das unterdrückt.. Diese Gefühle unterdrückt! (“Oh Gott, wenn das jemand sieht!”)
Doch hab dadurch irgendwie doch auch nur die Hälfte von diesem Film tatsächlich gefühlt.. ?!

Ich find das irgendwie so traurig, weil dadurch geht doch echt viel verloren!
Findest Du nicht auch?

ICH FIND’S RICHTIG, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen!
(Nein, das ist keine Erlaubnis für Drama!)

Und ob das jetzt ist, wenn ich Batman (The dark knight rises) schaue und mich freue wie ein kleines Kind, dass es DOCH einen Autopiloten gibt *Insider bzw. Spoiler (sorry)*..
und wenn ich die ganze Zeit mitfiebere und ganz aufgeregt bin, was wohl als nächstes passiert und ob das Gute siegen wird oder nicht…

Ich find’s richtig, bei einem traurigen oder wunderschönen Film meine Tränchen einfach laufen zu lassen.. UND mich dabei gut zu fühlen..

UND ich find’s auch richtig… und das ist der Grund, weshalb ich zu diesem Blog-Thema komme..

Im Alltag seine Gefühle zu zeigen und sich auch anderen so verletzlich zu zeigen..

Tränchen fließen lassen

Es war Mittwoch, da hab ich eine unfassbar wunderschöne berührende Nachricht bekommen von einer Newsletter-Leserin… Und diese Mail hat mich tatsächlich zu Tränen gerührt..
Die kullerten einfach so herunter..
Ich war soooo erfüllt.. Dankbar… und auch ein wenig stolz auf mich selbst in diesem Moment – das ist fast unbeschreiblich..

Denn sie fühlt sich in so vielen meiner Artikeln “ertappt”.. Und hat soo soo haargenau beschrieben, wie sie sich vor ein paar Tagen noch gefühlt habe, und das ist natürlich, wie ICH mich damals gefühlt habe ..
Ich war so bewegt, weil ich GENAU weiß, wie hilflos und ohnmächtig sie sich dadurch gefühlt hat..

Und es tat soo soo gut, so hautnah zu spüren, wie sehr ich ihr schon jetzt geholfen habe! Weil sie mir von ihren ersten Erfolgen erzählt hat – nur durch die Artikel und ebooks! Weil sie nach 2 Jahren (erfolgloser) Therapie jetzt das erste Mal 6 oder 7 Tage OHNE Drama mit ihrem Partner verbringen konnte!
Das klingt für Dich vielleicht nicht viel. Aber für SIE ist das eine unfassbar große Leistung ist und dass sie so stolz auf sich ist, das geschafft zu haben!

Tränen bedeuten nicht, dass man schwach ist.
Sondern dass das Herz mehr fühlt als es ertragen kann.

[Netzfund]

Und mich rührte das in diesem Moment soo zu Tränen, mich bewegte das soo sehr..

Und warum sollte ich das unterdrücken?
Warum sollte ich mir das nicht gestatten?
Und warum sollte ich ihr nicht in der Antwort davon berichten und mich in dieser Verletzlichkeit zu zeigen?
Warum sollte ich ihr nicht zeigen, was sie in mir ausgelöst hat?

Und ja.. das eine führt zum anderen. Ich hätte es ihr nicht schreiben können, wenn ich es vorher unterdrückt hätte.. Wenn ich (wie die allermeisten Menschen da draußen) hart und stark und unberührbar gewesen wäre..

Was denken die anderen denn dann?

Ich bin heute längst nicht mehr an dem Punkt, an dem ich früher war.. Früher war mir die Meinung von anderen Menschen so enorm wichtig. “Ja, was denken die anderen denn dann?! Und aus diesem Grund habe ich mich früher noch verstellt.. und hätte diese Emotion nicht rausgelassen.. Hätte vielleicht sogar jemand anderen, der das getan hätte, innerlich bewertet, weil es in meiner Welt nicht gut und richtig war..

Doch irgendwann habe ich angefangen dieses “gut” und “richtig” für mich neu zu bewerten.
Und dazu lade ich Dich heute in diesem Artikel ein..
Dass Du für Dich heute – hier und jetzt – neu entscheidest, ob Du Dir erlaubst, zu weinen.
Ob Du Dir erlaubst, Deine Emotionen zu fühlen.
Das, was da ist!
Das, was kommt!
Was fließt..

Zum einen natürlich die Emotionen vor Freude, Rührung, wenn Dich etwas berührt.. Wenn Du beim Film zum Beispiel mitfieberst, was passiert und wenn sich Deine Hoffnung, was gleich passiert, quasi bewahrheitet.. dass Du Dich hier mitfreust..

Ja, auch wenn es nur ein Film ist!
Denn wenn Du nicht einmal bei einem Film – der SOOO PERFEKT inszeniert ist – Emotionen zeigen kannst und Dir die Gefühle, die aufpoppen, erlaubst… dann wird es Dir vermutlich auch schwer fallen, es im Alltag zu tun. Im realen Leben. Da, wo die Dinge nicht immer SOOO perfekt und hollywoodmäßig sind!

Lerne, Dir Deine Emotionen wieder zu erlauben.
Egal, ob “gut” oder “schlecht”.

Wir sind emotionale Wesen!
(Wir Frauen erst recht!)
Auch wenn wir durch die Gesellschaft, Erziehung, what the fuck was sonst noch …
konditioniert werden, diese negativen Dinge zwar verschärft wahrzunehmen, jedoch dann wegdrücken wollen.. Dann läuft da was schief!

Denn die Sache ist ja die: Je mehr Du die negativen Dinge wegdrücken willst, desto lauter und intensiver werden sie – wie ein kleines Kind, das schreit.. Wenn Du es ignorierst, kannst Du förmlich zusehen, wie es immer lauter wird und die Gesichtsfarbe sich langsam aber sicher von rosa zu knallrot färbt…!

Dinge wegdrücken klappt nicht.
NIE!
Irgendwann erwischt es Dich knallhart!
Und dann entstehen diese Extreme (die Du eigentlich gar nicht willst).

Was wäre also, wenn Du Dir erlaubst, Deine Emotionen zu fühlen?
Denn erst wenn Du sie fühlst, kannst Du ihnen auch auf den Grund gehen..
Kannst spüren, was hinter ihnen steckt.
Kannst Dich auf die Suche machen.
Kannst Dir ansehen, was da ist.
Kannst es fließen lassen.
Rauslassen.
Und hören, was diese Emotion Dir zu sagen hat.

Denn diese Emotionen gehören zu Dir!

PS: Wenn wir die negativen Emotionen immer nur wieder wegschieben wollen. Nicht wahrnehmen wollen.. Werden wir irgendwann verlernen, diese Dinge wahrzunehmen..

Und dann.. Können wir die positiven Gefühle irgendwann auch nicht mehr wahrnehmen. Verlieren die Connection zu den positiven Gefühlen.
Zur Freude.
Zum Glück.
… Und zur Liebe.

Und das… wär verdammt traurig!
Denn das macht das Leben doch aus, oder?

Alles Liebe.
Deine Kristin (ExDramaQueen)

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